Dankbarkeit und zyklisches Bewustsein mit Carolina Visser

Dear family, friends and all my relations,

For the original English text for this Gratitude prayerday>>> click here

Liebe Familie, Freunde und alle meine Verwandten,

Am 17. November findet unsere 12er gemeinsamer Gebetstag statt und zwar mitten im Lockdown.
Ich bin gereist und habe reflektiert über ein Thema, was uns und das Kollektiv unterstützen könnte,  in dieser Situatiation. Die Wörter, die mehrmals vorbei kamen,  waren 'Dankbarkeit' und 'Zyklisches Bewuststein'. Es scheint auf den ersten Blick paradox. Dankbarkeit in Zeiten von Lockdown, in denen eher alles erstarrt und zum Stillstand kommt . Wo Ängste,  Orientierungslosigkeit und Mangeldenken leicht in den Vordergrund rücken. Dankbarkeit jedoch hat eine enorme Kraft. Und an diesem Prayerday lade ich euch ein, dein Gebet der Dankbarkeit udn zyklisches Bewusstsein zu vertiefen. Ich verknöpfe unten auch einige Themen die du im Archiv nachlesen kannst (die gesprochenen Anregungen gibt es jedoch nur in der WhattsappGruppe).  liebe Barbara, ich danke dir für deine Hilfe bei der Deutsche Übersetzung. Liebe Gebetsteilnehmer, es kann gut sein, das  hier und dort noch ein Fehler in meinem Text auftaucht. Nobody is perfect.

Die Mitte
Du nimmst teil an diesem Soulwind Prayer Circle, du hast Erfahrungen mit irgend einer Form von Schamanismus oder einer anderen spirituelle Praxis wie Meditation. Ich sehe das als Privileg. Alles was du gelernt und schon praktiziert hast, gibt dir einen guten Basis in Zeiten wie jetzt - dabei denke ich nicht nur an die Pandemie. Dieses Jahr kamen in meinem Leben einige Ereignisse zusammen die ich nicht kontrollieren kann, sie kommen von außen und das beste was ich tun kann ist immer wieder meine Mitte und meine Kraft nähren. Mich davon bewusst sein, dass ich eine Wahl habe wie ich mich unter diesen Ereignisse fühle. Und darauf achten, dass meine Gedanken nicht zu sehr ihr eigenes Leben leben. Wir sind alle einfach Menschen und können immer wieder Gefühle von Leid, Angst oder Desorientierung erfahren. Wenn es Zeiten gibt an dem mehrere Ereignisse zusammenfallen, die wir nicht beeinflüssen können, sind wir einfach dünnhäutiger und verletzlicher wie sonst. Jedoch ist dass der Moment, dass ich dankbar bin für mein schamanisches Wissen und Leben und unendlich dankbar für die Liebe die ich in dieser Welt empfange und von meinen Begleiter. Deshalb meine Worte, dass wir priviligiert sind. Du, ich, wir sind schon verbunden mit einem anderen Bewusstsein, mit Helfer, und das macht es uns leichter, unsere Ressourcen anzuwenden um immer wieder ins Gleichgewicht zurückzukehren.

In der vorletzten Prayerday am 6. Oktober hat Esther Mara Shoshena uns mitgenommen in einer tiefer Erfahrung des Mitgefühls und viele von euch haben Reaktionen geteilt die mich eben so berührt haben. Mitgefühl verbunden mit ein tiefes Gefühl von Verantwortung aus dem Herzen heraus, sehe ich als Brücke für unser Handeln. Oder wie Ulrike Graf es in ihr Prayerday in Juli benannt hat.. wir sind Kriegerinnen und Krieger auf dem Weg des Herzens. Also lasst uns handeln und Brücken bauen, jeder wieder auf ihre oder seinen ganz eigene kreative Art und Weise. Eigen und trotzdem verbunden in dieser Prayercircle und mit dem Lichternetz.... sowie beim Energie am 27. Oktober als Barbara Bussmeyer uns inspririert hat unseren ureigene Essenz ins Lichternetz einzuweben.

Ich lade ein am 17. November die Kraft der Dankbarkeit vertiefen und auch das Wissen um zyklisches Bewusstsein ins Lichternetz einweben. Zu allererst zur Stärkung und Ermutigung dieser Prayercircles, damit wir einen klaren Kopf und offenes Herz bewaren und in Vertrauen weitergehen (your own seatbelts first). Dann nähren wir das Lichternetz mit liebevoller und ermutigender Energie für diejenigen, die mehr in der Angst erstarrt sind oder mehr aus ihre Mitte sind wie wir. Möge jeder Wege finden, diese Energie zu sich zu nehmen und danach (aus dem Herzen) zu handeln.

Warum Dankbarkeit?
Eine der größten Wirkungen der Dankbarkeit ist, dass es uns mit Gefühlen von Freude und Fülle verbindet. Weil wir uns in einem zyklisches Wissen begeben, in dem sich immer alles in Wellen bewegt. Der Herbst bringt neben dem Loslassen auch die Qualität des Erntens - wie unser Gebet um Erntedank (Lammas am 4 August mit Melian Ogg). Das Lebensrad und die Wechsel der Jahreszeiten spiegeln uns also Hoffnung. Eine Haltung des Dankbar seins, kann uns bewusster machen für denjenigen, die wir lieben und die uns lieben. Oder es kann uns das was wir schon alles erreicht haben im Leben, oder Sachen die wir besitzen die uns lieb sind, bewusster machen.
Je länger wir im Dankbarkeitsgebet sind, je mehr Energie empfangen wir und die Fülle - sowohl in der sichtbaren als in der unsichtbaren Welt - sich zeigen kann. Das kann uns stärken und nähren und uns mehr im Hier und Jetzt bringen. Und last but not least...Hoffnung bekommt wieder Raum.

Im Körper gegenwärtig zu sein, ist erdend. Und nur wenn wir geerdet sind, mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und unseren Körper spüren, können unser physischer und ätherischer Körper das vitale Chi, die vitale Lebensenergie, aufnehmen. Manchmal denken wir zuviel an das, was nicht richtig läuft und zu wenig an die Dinge, die gut laufen.
Kurz gesagt...geerdet zu sein, tiefer zu atmen und sich wirklich in einer Haltung der Dankbarkeit zu befinden, kann ein sehr wirksamer Weg sein zum Beispiel während des Lockdowns.
Es kann deine Gedanken wegführen von Angst, Frustration, Einsamkeit, Desorientierung, Wut und Gefühlen des Mangels. Wenn auch nur für kurze Zeit.
Aber ja.. das alles, was es braucht - die Absicht, einen kurzen Moment der Dankbarkeit zu erschaffen, wird eine kurze Verschiebung bewirken. Und eine weitere kurze Veränderung am nächsten Tag wenn du wieder Dankbarkeit praktizierst. Denn jeder Verschiebung (das Englische Wort 'shift' drückt es noch besser aus) macht den Weg zu Dankbarkeit und Überfluss leichter und klarer, wenn wir uns das nächste Mal verbinden. In dem Moment, in dem du dich entscheidest, in einer "Haltung der Dankbarkeit" zu sein, kannst du die Richtung deiner Gedanken und Gefühle ändern, und auch deine Handlungen werden diesem Weg folgen.

Vielleicht möchtest du sogar mit dem Gebet in schriftlicher Form experimentieren und ein Dankbarkeits-Gebetstagebuch erstellen.
Hier kannst du einige Tipps lesen für Beten im Schreiben >>> weiterlesen (Sorry nur in English)

Einige Impulse für dein Dankbarkeits-Gebet

An unseren Gebetstagen ist Dankbarkeit immer ein Aspekt unserer Gebete. Ich lade dich ein, diesmal tiefer zu gehen.

1. Beginne dein Gebet, bringe wie immer eine Opfergabe (wie Kräuter zum räuchern, Aquavit, etwas essbares).

2. Rassele oder trommele ein wenig, um die Geister der Himmelsrichtungen, deine Helfer, alles, was du an diesem Tag einladen möchtest, einzuladen.

3. Fahre dann mit deine Gebetsrassel fort ... und flüstere oder spreche laut aus, wofür du dankbar bist. Begib dich in einen Fluss von Worten, Gedanken und Gefühlen ... atme tief ein und spüre, wie dein Körprer mit jedem Satz sich mehr und mehr auflädt. Nimm die Energie und Liebe dessen auf, wofür du dankbar bist

4. Irgendwann wird es eine natürliche Pause geben...sitze einfach still und sei präsent... atme bewusst ein und aus... so kann sich etwas Neues zeigen, wofür du dankbar bist... dann setzt du dein Gebet fort... bis die eine längere Stille eintritt und du innerlich ruhig geworden bist... dann genieße so lange wie du willst in dieser Energie ... der Medizin, des Eins-Seins, der Verbindung, der Liebe, der Dankbarkeit...

5. Wenn du dich dann in einem starken Gefühl der Dankbarkeit befindest, webe die Essenz in das Lichternetz ein und stärke das kollektive Feld.

* Wenn eine Situation auftaucht, in der du Schwierigkeiten hast, Dankbarkeit zu empfinden, lade ich dich ein, tiefer zu gehen (sehe unten) *

6. Wenn du fertig bist, reinigst du den Raum und deinen Altar und sprichst ein Dankwort. Erde dich und kehre zurück zu deinen alltäglichen Aktivitäten.

Vertiefung des Dankbarkeitsbetens*

Wenn eine Situation hochkommt, die es dir schwer macht Dankbarkeit zu erfahren, kannst du mit deinem Beten einen Schritt weitergehen.  Dankbarkeit ist nicht nur ein positives Gefühl, welches Ängste und Mangeldenken schmelzen lässt wie Schnee unter der Sonne. Die Medizin der Dankbarkeit ist dann am stärksten, wenn du es wirklich spürst und nicht nur denkst. Das ist leichter gesagt als getan in herausfordernden Zeiten wie diesen. Dabei denke ich an mehr Themen, als nur die Pandemie. Auch das Artensterben und der Klimawechsel berühren unsere Essenz und machen dünnhäutig. Wie kannst du weiter beten, wenn seelische Not oder Gefühle von Machtlosigkeit überhandnehmen? Was wenn eine Situation auftaucht, die dich aus dem Gleichgewicht bringt? Wobei du denkst..F*, ich fühle mich verletzt, ich fühle Wut, Frustration oder sogar Verzweiflung... und wo du zweifelst ob Gebet überhaupt etwas bewirken kann? Dann versuche mal deinem gesundem Menschenverstand mit etwas Magie zu verbinden.

Menschenverstand
Versuche die Situation und deine Gefühle nicht beiseite zu schieben... sondern integriere sie so gut du kannst in dein Gebet.

Hier sind einige Vorschläge, die für mich gut wirken:

1. Atem - Atmen ist wohl den einfachsten Weg energetisch zu transformieren, einen 'Shift' zu bewirken. Erinnerst du dich, was ich vorhin geschrieben habe über 'im Körper sein'? Über präsent sein im Körper? Dass dies der einzige Weg ist, wie wir vitale Lebensenergie wieder aufnehmen können? Nimm dir einen Moment Zeit um tief durchzuatmen, ein und aus... fühle deinen Bauch und deine Beine und Füße.. um 'runterzukommen' wie man so schön sagt, atmest du länger aus als ein, und bevor du wieder einatmes halltest du ein Moment inne....dann atme wieder entspannt ein... spüre Mitgefühl für dich selbst... verbinde dich erneut mit deinen Helfern ... deinem Krafttier.... und verbinde dich wieder mit deinen wunderbaren und erprobten Ressourcen.

2. Wenn du Erfahrung in der Arbeit mit dem Medizinrad hast, stellst du dir vor, du bewegst dich auf die Mitte des Rades zu. Hier stehst du im Auge des Sturms und wirst mehr zum Beobachter. Hier kann das Meer der Gefühle in dir ruhiger und stiller werden. Dann beobachte diese Gefühle... aber achtte darauf nicht zu tief in sie hineinzugehen. Du befindest dich im Zentrum des Lebensrades und beobachtest diese Gefühle, die Teil des Westens des Rades sind.

Ich lade dich ein, über die nächstliegende positive Sache nachzudenken, die dir diese Situation bringen könnte. Es muss nichts großes sein, die Erleuchtung kann warten. Es kann eine Art Erkenntnis sein....oder vielleicht ein neuer FreundIn, den du kennen gelernt hast ...oder ein guter FreundIn, der dir Hilfe angeboten hat...vielleicht bringt es dich dazu, mehr zu beten und du bist dankbar, Teil dieser Prayercircles zu sein...
Es ist vielleicht kein Halleluja-Gedanke, aber es kann dir helfen, zunächst wieder "neutral" zu werden. Von hier aus können deine Gefühle wieder zu Gedanken und Gefühlen mit höherer Energie und einem Gefühl der Dankbarkeit wechseln.
Willst du das Lebensrad näher kennenlernen? Diese Möglichkeiten biete ich an>>> weiterlesen

Es liegt eine große Kraft im gesprochenen Wort, wenn du ihm deinen Atem gibst... haaaaaaa....
Ich bin sicher, du kennst die Worte 'Abrakadabra'... viele von uns haben sie als Kind gesprochen. Ihr Ursprung liegt möglicherweise in dem Arabischen "abreq ad habra", was übersetzt werden kann als "Ich werde erschaffen, während ich spreche". Also...lädst du hier etwas Magie ein und Wunder. Vielleicht überraschst du dich selbst.

3. Tiefer zu gehen bedeutet, dich finden zu lassen von etwas wofür du dankbar sein kannst, auch wenn es sich um eine sehr herausfordernde Situation handelt. Es ist nicht so, dass du für das Ereignis dankbar sein sollst. Es ist ein Weg, mit der Möglichkeit zu experimentieren, etwas zu finden, wofür du dankbar sein kannst, wie klein auch immer. Es rüttelt auf, wenn du erkennst, wie leichtgläubig wir dazu neigen davon auszugehen, dass es zwei verschiedene Arten von Ereignissen gibt - gute oder schlechte. Dankbarkeit kann uns aus dieser Polarität befreien.

Wenn du mehr darüber lesen möchten, empfehle ich dir die Übung "one eye-opening exercise" von der buddhistischen Lehrerin Nikki Mirghafori https://audiodharma.org/talks/audio_player/6168.html

4. Ein letzter Vorschlag, um dein Dankgebet zu vertiefen, ist, dein Gebet aufzuschreiben, während du sprichst. Auch im geschriebenen Wort liegt eine immense Kraft. Vielleicht möchtest du sogar ein Dankbarkeitsgebet-Tagebuch erstellen. Hier kannst du einige Tipps für das schriftliche Gebet lesen.

Setze dein vertieftes Dankgebet fort, bis du dich ruhig und energiegefüllter fühlst.
Singe vielleicht ein wenig und beende dein Gebet, wenn es fertig ist.

And may it be good
may it be good
may it be good AHE

©Carolina Visser Nov.7th 2020